EnergieNews
30.11.2010 Solarbranche bleibt im Visier
Nach einem Artikel der "Financial Times Deutschland" gibt es in der CDU Pläne, den Ausbau von Solaranlagen mit einer außerplanmäßigen Subventionskürzung zu bremsen. Die Regierung verhandle darüber bereits mit Vertretern der Solarbranche. Um die Zubaumenge zu begrenzen, wollen einige CDU-Politiker die turnusmäßige Kürzung der Solarvergütung zum Jahreswechsel höher ausfallen lassen als geplant. Je nach Ausbau soll die Vergütung außerdem Mitte 2011 zusätzlich gekürzt werden, so der Bericht. Auch eine pauschale Begrenzung auf die Zubaumenge von 3000 neuen MW werde geprüft. Bisher strebt die Regierung für 2011 einen Zubau von 3500 MW solarer Leistung an, die Netzbetreiber prognostizieren 9500 MW, der Branchenverband BSW spricht von 6000 MW. Quelle: TAM Newsmehr
29.11.2010 Flüssiggas im Visier
Die Landesregierung von Schleswig-Holstein warnte im Bundesrat vor Flüssiggas-Tankstellen als Sicherheitsrisiko. In dem Bundesland waren alle 272 Tankstellen überprüft worden. Dabei wiesen 132 Mängel auf, 26 wurden sofort stillgelegt. Tanks und Leitungen seien oft nicht ausreichend geschützt, weil Sicherheitszertifikate zu leichtfertig erteilt würden, so die Kieler, die die Prüforganisationen wie TÜV, Dekra, GTÜ oder SGS direkt verantwortlich machen. Es sei sogar davon auszugehen, dass nicht nur Flüssiggastankstellen, sondern auch andere, gefährliche und überwachungsbedürftige Anlagen nicht den Vorschriften entsprechend geprüft werden, so das Kieler Arbeitsministerium. Alle in Schleswig-Holstein bemängelten Flüssiggas-Tankstellen hätten zuvor das technische O.K. erhalten. Bei Unfällen...mehr
29.11.2010 Wenig Wechsel beim Strom
Der Anbieterwechsel auf dem Strommarkt habe deutlich nachgelassen, so die Bundesnetzagentur in ihrem Monitoring-Bericht. 2009 hätten sich rund 2,4 Mio Kunden für einen neuen Anbieter entschieden und damit 100.000 mehr als 2008, das erkläre sich aber vor allem durch Umzug und die Haushalte, die nach einem früheren Wechsel wieder einen neuen Anbieter suchen. Die Zahl der Erstwechsler sei dagegen rückläufig. Grund sei neben der Trägheit der Verbraucher die Vermarktungsstrategie der Regionalversorger. Mehr als 90% aller Energieversorger belieferten praktisch keine Kunden in anderen Netzgebieten, so die Netzagentur. Die früheren Gebietsmonopolisten kämen sich nicht gegenseitig ins Gehege und verteidigten ihre traditionellen Absatzgebiete, indem sie dort Verträge umstellen und Preise senken,...mehr
26.11.2010 EEX will Regulierung
Nach Kritik setzt sich die Leipziger Strombörse EEX für eine schärfere Regulierung beim Stromspotmarkt ein. Es mangle an einem gesetzlichen Verbot des Insiderhandels, hieß es. Derzeit ersetze man fehlende Gesetze durch freiwillige Verträge. Besondere Schwierigkeiten ergäben sich daraus, dass der kurzfristige Stromhandel an der Pariser Powernext betrieben werde und der gesetzliche Rahmen in beiden Ländern sehr unterschiedlich sei, so die EEX. Daher sei eine EU-Richtlinie notwendig, die Spot- und Terminmärkte sowie den außerbörslichen Handel reguliere. Quelle: TAM Newsmehr
26.11.2010 Netzausbau: Brüderle schaut auf die Kosten
Der von der dena bezifferte Netzausbau müsse kosteneffizient erfolgen, um bezahlbare Strompreise für die Wirtschaft und die Privathaushalte zu gewährleisten, so Wirtschaftsminister Rainer Brüderle. Neue Technologien wie HGÜ oder Erdkabel seien zwei- bis dreimal so teuer wie der herkömmliche Netzausbau. Um die Interessen betroffener Bürger trotzdem zu berücksichtigen, sollten im Einzelfall auch alternative Übertragungstechnologien geprüft werden, so der Minister. Quelle: TAM Newsmehr
24.11.2010 Weniger Gas teurer
Laut dem Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) lagen die deutschen Erdgasimporte im September 2010 mit 221.379 TJ um 18,4% unter der entsprechenden Menge des Vorjahresmonats. Der Grenzübergangspreis pro TJ lag mit 5869,92 Euro bzw. 2,11 Cent pro kWh um 1,2% über dem Preis im August und um 25,1% über dem von September 2009. Im Berichtszeitraum Januar bis September 2010 lagen die Erdgasimporte mit 2,69 Mio TJ um 8,1% über der Menge der Referenzperiode Januar bis September 2009. Die drei wichtigsten Lieferländer waren die Russische Föderation mit 1,1 Mio TJ, Norwegen mit 964.000 und die Niederlande mit 519.000 TJ. Quelle: TAM Newsmehr
24.11.2010 dena-Netzstudie II
Die Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena), Berlin, hat ihre Netzstudie II mit der Perspektive 2020/25 vorgelegt. Die Studie prüft verschiedene Varianten. Mit der etablierten 380-kV-Freileitungstechnik müssen bis 2020 rund 3600 km Höchstspannungstrassen neu gebaut werden, was einschließlich des Anschlusses der Offshore-Windparks 9,7 Mrd Euro kostet. Beim Freileitungsmonitoring lässt sich der Netzausbau auf 3500 km reduzieren, weitere 3100 km der bestehenden Freileitungstrassen müssten baulich angepasst werden. Die Kosten lägen bei insgesamt 9,8 Mrd Euro. Mit Hochtemperaturleiterseilen ergibt sich ein Netzausbaubedarf von 1700 km neuer Trassen und eine Umrüstung von 5700 km bestehender Trassen. Die Investitionskosten lägen bei 17 Mrd Euro. Der Einsatz von erdverlegten...mehr

