EnergieNews
23.11.2010 E-Mobility: Streit um Starthilfe
Ohne einen direkten staatlichen Kaufzuschuss werde das Ziel, bis 2020 rund 1 Mio E-Autos auf deutschen Straßen zu haben, verfehlt, warnt das Center of Automotive, Bergisch Gladbach. Es empfiehlt ein degressives Stufenfördermodell, bei dem die Förderung ab 2011 mit 7500 Euro für die ersten 5000 Autos beginnt und dann mit wachsender Verbreitung schrittweise auf 6000, 5000 und 3000 Euro sinkt. Damit würde das Ziel von 1 Mio Elektroautos in zehn Jahren erreicht, so das Institut. Ohne Kaufprämien seien bis 2020 keine 600.000 E-Autos unterwegs. Zuschüsse seien eines der stärksten Mittel, Kunden zum Kauf zu animieren, außerdem erhöhe sich der Druck auf deutsche Autobauer, bezahlbare E-Autos für den Massenmarkt zu entwickeln, und die Förderung sei mit einem Gesamtvolumen von 500 Mio Euro...mehr
23.11.2010 Krise hilft Klima
Die Wirtschaftskrise bremste den globalen CO2-Ausstoß. Nach einem Bericht im "Nature Geoscience" wurden 2009 rund 30,8 Mrd t CO2 aus fossilen Brennstoffen freigesetzt. Das sind 1,3% weniger als 2008. Experten hatten zuvor mit einem stärkeren Rückgang um 2,8% gerechnet. In Deutschland und in den USA gab es 2009 einen Rückgang von je 7%, in Japan um knapp 12%. In China und Indien legten die Emissionen wegen des starken Wachstums dort um 8% bzw. 6% zu. Für 2010 sei mit einem Anstieg der CO2-Emissionen um 3% zu rechnen, hieß es. Quelle: TAM Newsmehr
22.11.2010 Sind die Atomtransporte illegal?
In den 50er Jahren lieferten die Russen Brennelemente an den Forschungsreaktor Dresden-Rossendorf. 2005 wurden die bestrahlten Brennelemente ins Zwischenlager Ahaus gebracht. Die Bundesregierung und das Land Sachsen wollen die 951 Brennelemente nun in die umstrittene russische WAA Majak ausführen. Das verstoße gegen das deutsche Atomgesetz, so ein Bericht des ARD-Magazins "Monitor". Das Gesetz verbiete die Ausfuhr, weil Russland nicht nachweisen könne, dass es über ein Endlager für hochradioaktiven Atommüll verfüge. Quelle: TAM Newsmehr
22.11.2010 Ungarn deckelt Gaspreis
Die ungarische Regierung legt die Gaspreise neu fest: Für Bürger, die weniger als 1200 m3 pro Jahr verbrauchen, werden die Preise eingefroren. Das sind etwa 57% aller Haushalte. Bei weiteren 9% werden die Preise um 0,7% angehoben. Ab dann steigen die Preise um bis zu 9,3% für Großverbraucher, die insgesamt 6% aller Abnehmer ausmachen. Den Gasunternehmen werde trotzdem ein akzeptables Gewinnniveau gewährleistet, so die Regierung. Quelle: TAM Newsmehr
19.11.2010 Biogas boomt
2009 seien mehr als 1000 neuen Biogasanlagen in Betrieb gegangen, meldet der Fachverband Biogas, Freising. 2010 sei mit einem ähnlichen Zwachs zu rechnen, so dass bis Jahresende rund 6000 Biogasanlagen mit 2300 MW Leistung Strom produzieren. Die deutschen Biogasunternehmen seien in den letzten zehn Jahren durch das EEG weltweit Technologieführer geworden, der Exportanteil liege aktuell bei 23% des Gesamtumsatzes. Quelle: TAM Newsmehr
19.11.2010 Subventionen im Visier
Das EU-Wettbewerbskommissariat prüft die geplanten Stromsubventionen für deutsche Aluminium-, Kupfer und Zinkhersteller von insgesamt 40 Mio Euro. Man befürworte grundsätzlich keine solchen Subventionierungen für bestimmte Branchen, hieß es. Die deutsche Regierung will den Unternehmen Betriebsbeihilfen gewähren, um die CO2-Kosten zu kompensieren, die im zweiten Halbjahr 2009 im Strompreis enthalten waren. Sie argumentiert, Großabnehmer in anderen EU-Ländern wie Frankreich oder Spanien erhielten besonders günstige Preise, was einer Subvention gleichkäme. Quelle: TAM Newsmehr
18.11.2010 EU-Klimaziele in Sicht
Aufgrund der Wirtschaftskrise und der nationalen Gesetzgebung sei die EU kurz davor, ihre Kyoto-Ziele zur Reduzierung der Treibhausgase zu erreichen, so der "European Energy Market Observatory" der Capgemini Consulting, Berlin. Die CO2-Emissionen in der Gesamt-EU seien 2009 um 7% gesunken. Mit einer sich nur langsam erholenden Wirtschaft und der Auslagerung von Industriebetrieben in andere Regionen würden die 2020-Ziele bei den Treibhausgasen erreicht oder sogar übererfüllt. Der Ausbau der Erneuerbaren hinke aber hinterher. Zwar seien die Bereiche Wind- und Solarenergie 2009 gewachsen, mit 15% bzw. 53% aber langsamer als in 2008. Die momentane Entwicklung des Regenerativanteils reiche nicht aus, das EU-Ziel für 2020 zu erreichen, dass ein Fünftel des Energiebedarfs...mehr

