EnergieNews
19.01.2010 Mehr Bio ins Gas
Biogas und Bio-Erdgas könnten einen wichtigen Beitrag zur CO2-Minderung leisten, so der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) und der Deutsche Bauernverband (DBV), die im Rahmen der „Grünen Woche“ versprachen, Energiewirtschaft und Landwirte beim Ausbau der Einspeisung von Bio-Erdgas zu unterstützen. Bio-Erdgas sei nahezu CO2-neutral und eigne sich bestens für den Einsatz in der Wärmeversorgung, der dezentralen Stromerzeugung und als Bio-Kraftstoff. Das Integrierte Energie- und Klimaprogramm (IEKP) sieht bis 2020 einen Bio-Erdgasabsatz in Deutschland von etwa 6 bis 10 Mrd m3 vor. Dazu sei ein besserer gesetzlicher Rahmen notwendig, so der BDEW. Bio-Erdgas müsse auch in Brennwertkesseln zum Einsatz kommen und nicht nur, wie im Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz festgelegt,...mehr
19.01.2010 Newcomer günstiger
Nach einer Studie von Verivox geben neue Gas- und Stromanbieter in Deutschland Preisnachlässe stärker an die Verbraucher weiter als die alteingesessenen. Während die neuen Anbieter ihre günstigsten Tarife 2009 im Durchschnitt bundesweit um 2,7% senkten, erhöhten die langjährig bestehenden Stromversorger ihre Preise um 2,7%. Im Gasbereich reduzierten die neuen Versorger ihre günstigsten Tarife im vergangenen Jahr um 30,3%, die anderen Anbieter nur um 24,1%, so die Analyse. Quelle: TAM Newsmehr
19.01.2010 Industrieller Weitblick
Nach einer vom BDI beauftragten Studie der Forschungsinstitute R2B und EEFA würde eine Laufzeitverlängerung der 17 deutschen KKW auf je 60 Jahre die Stromrechnung der privaten Verbraucher bis 2030 um rund 60 Mrd Euro entlasten. Wenn es beim Atomausstieg bleibe, würden die Strom-Großhandelspreise auf fast 90 Euro pro MWh steigen, bei einer Laufzeitverlängerung blieben die Preise dauerhaft gut 25% günstiger bei rund 70 Euro pro MWh, hieß es. Die Stromrechnung für einen durchschnittlichen Drei-Personen-Haushalt fiele 2030 im Vergleich zum Festhalten am Atomausstieg um etwa 144 Euro geringer aus. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (Bund) bezeichnete die Studie als "durchsichtig und interessengeleitet". Die Betreiber sollten erstmal für die Milliardenbelastung durchs...mehr
18.01.2010 Gaskunden profitieren
Während die 18,5 Mio deutschen Haushalte mit Gasbezug vor Jahresfrist Rekordpreise zahlen mussten, könnten sie in diesem Winter entspannt bleiben, so das Verbraucherportal toptarif.de, Berlin. Das Gaspreise für private Verbraucher lägen rund 21% niedriger als vor zwölf Monaten. Fürs Frühjahr 2010 würden Fachleute trotz der aktuell günstigen Gasbeschaffungskosten an den europäischen Spotmärkten aber wieder ein Ansteigen der Preise prognostizieren. Grund sei, dass viele Stadtwerke an langfristige Lieferverträge gebunden seien, die auf den Mechanismen der Ölpreisbindung beruhten, so toptarif.de. Der Bundesverband der Verbraucherzentralen erwarte z. B. in den kommenden Monaten einen Preisanstieg von bis zu 15%. Quelle: TAM Newsmehr
18.01.2010 Strommix 2009
Kohle und Kernenergie waren auch im vergangenen Jahr die wichtigsten Energieträger in der Stromwirtschaft. 2009 wurden aus ihnen fast zwei Drittel bzw. 65% des Stroms erzeugt, so der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW), Berlin, aus Braun- und Steinkohle 42% und aus Kernenergie 23%. Erdgas trug mit 13% zur Netto-Stromproduktion bei, die erneuerbaren Energien wie Wind, Wasser, Biomasse und Sonne mit 16%. Damit sei die Energiewirtschaft dem Ziel der Bundesregierung, den Regenerativanteil an der Stromversorgung bis 2020 auf 30% zu steigern, näher gekommen, so der BDEW. Auch wenn das erreicht werde, müssten immer noch 70% in herkömmlichen Kraftwerken produziert werden. Deutschland könne als wichtiger Industriestandort in absehbarer Zeit auf keinen Energieträger...mehr
18.01.2010 PV-Branche warnt
Vor einer zu schnellen Absenkung der EEG-Förderung für Solarstrom warnt der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW-Solar), Berlin. Eine zusätzliche Reduktion im zweistelligen Prozentbereich in diesem Jahr würden große Teile der deutschen Solarwirtschaft nicht überleben. Über die bereits gültigen Förderabsenkungen Anfang 2010 und 2011 von je rund 10% hinaus bleibe für diesen Sommer nur ein Spielraum für zusätzliche 5%. Laut einer Analyse der Landesbank Baden-Württemberg bedeute eine Absenkung im zweistelligen Prozentbereich das Aus für den europäischen Produktionsstandort und begünstige die ostasiatischen Wettbewerber, so BSW-Solar. Quelle: TAM Newsmehr
18.01.2010 Röttgen kappt PV
Nach Zeitungsberichten will Bundesumweltminister Röttgen die EEG-Umlage für neue PV-Anlagen von April an kürzen. Für Dach- und Freiflächenanlagen sei an eine einmalige Verringerung bis zu 17% gedacht. Bei Freiflächenanlagen auf Ackerböden soll die Kürzung höher ausfallen als bei Nutzung vorbelasteter Flächen wie aufgegebene Militärgelände. Je nach Marktlage sollen von 2011 an weitere jährliche Kürzungen hinzukommen: Um 2,5% bei Neuinstallationen bei mehr als 3000 MW und um 5% bei mehr als 3500 MW. Bei einer Anhörung im Ministerium hatten Verbraucherverbände Förderkürzungen von nun 43 Cent auf 25 bis 28 Cent je kWh gefordert. Quelle: TAM Newsmehr

