EnergieNews
08.11.2010 BMW backt die Stromer
Der Münchner Autobauer BMW setzte in Leipzig den Grundstein für die Produktionsstätte seines Elektroautos "Megacity Vehicles". Dort stellt BMW als weltweit erster Autohersteller komplette Karosserien aus gepresstem und verleimtem Karbon her. Die ersten Autos sollen 2013 auf den Markt kommen, hieß es. Die Kohlefaser wird bisher für den Leichtbau von Flugzeugen und bei Sportgeräten verwendet. Beim E-Auto soll das Gewicht der Batterien kompensiert und Reichweite sowie Dynamik erhöht werden. Der Stoff gilt als ebenso robust wie Stahl, ist nur ein Viertel so schwer und 40-mal teurer. Produziert wird das Karbon von der SGL Group, mit der BMW ein Joint Venture gegründet hat, in das in den kommenden Jahren 230 Mio Euro investiert werden. Quelle: TAM Newsmehr
08.11.2010 E-Mobility: D bei Laden vorn
Nach einem Bericht der "Welt" liegt Deutschland beim Aufbau der Ladeinfrastruktur für Elektroautos im europäischen Vergleich weit vorn. Hierzulande gebe es schon 700 Stromtankstellen, in Frankreich seien z. B. erst 200 im Testbetrieb. Bei der Entwicklung von Elektroautos lägen aber Japan, Frankreich und die USA vorne und Deutschlands Autokonzerne hinten, so der Bericht. Quelle: TAM Newsmehr
05.11.2010 Schatten über PV
Schwere Zeiten für die deutsche PV-Industrie prognostiziert eine Studie von Pricewaterhouse Coopers (PwC). Gründe seien ein schrumpfender Heimatmarkt und die starke Konkurrenz aus Fernost. Eine Konsolidierungswelle sei unvermeidlich, einige kleinere Solarunternehmen würden durch finanzstarke Konkurrenten übernommen, so die Studie. Zudem drängten Großkonzerne, die bisher nicht in der Solarenergie aktiv seien, durch Zukäufe in den Markt. Die deutsche PV-Industrie müsse ihre Produktionskosten senken. Der aktuell stabile Preis für Solarzellen drohe aufgrund hoher Überkapazitäten und der stärkeren asiatischen Konkurrenz wieder zu sinken. Deutsche Unternehmen hätten den Vorteil vermeidbarer Transportkosten sowie den direkten Zugang zum Absatzmarkt. Hersteller, die ihre Solarzellen in...mehr
05.11.2010 EU-Vorschlag zur Endlagerung
In einer Vorlage für die EU-Richtlinie zum Umgang mit und zur Endlagerung radioaktiver Abfälle schlägt EU-Energiekommissar Günther Oettinger strenge gemeinsame Sicherheitsstandards vor. Alle Mitgliedstaaten sollen innerhalb von vier Jahren, also bis 2015, ein Konzept vorlegen, wie radioaktive Abfälle künftig dauerhaft entsorgt werden. Wo und bis wann die Endlager geschaffen werden sollen, bleibt den Staaten überlassen. Sie sollten künftig untereinander Vereinbarungen über die Nutzung eines Endlagers in einem dieser Mitgliedstaaten treffen können. Endlagerung in Ländern außerhalb der EU wird verboten. Hintergrund: In Europa gibt es 50 Jahre nach der Inbetriebnahme des ersten Kernkraftwerks noch keine dauerhaften Lagerstätten. In 14 von 27 EU-Staaten werden 143 KKW betrieben. Jährlich...mehr
04.11.2010 VKU: Fernwärme wird teurer
Weil die Ökosteuersubvention für Fernwärme im Umfang von 40 Mio Euro gestrichen wird, erwartet der Verband der kommunalen Unternehmen (VKU), dass die Erzeuger die Mehrkosten auf die Kunden umlegen. Betroffen seien Kunden von Stadtwerken, die KWK-Anlagen betreiben. KWK sei eine Domäne der Stadtwerke und die effizienteste, nachhaltigste Art der Stromgewinnung, so der VKU. Quelle: TAM Newsmehr
04.11.2010 Energieverbrauch 4% höher
Der Energieverbrauch im Gesamtjahr 2010 falle deutlich höher aus als im Vorjahr, so die Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen, Köln. Gründe seien die kräftige konjunkturelle Erholung und die Kälteperiode zu Jahresanfang. Im Gesamtjahr steige der Primärenergieverbrauch um knapp 4% auf voraussichtlich 13.900 Petajoule (PJ) oder 475 Mio t SKE. Damit kehre der Energieverbrauch aber noch nicht zum Niveau 2008 zurück und erreiche – mit Ausnahme des Vorjahrs – den niedrigsten Stand seit 1990. Dass die Zunahme des Energieverbrauchs deutlich über dem erwarteten Wirtschaftswachstum von bis zu 3,5% liege, zeige, dass die konjunkturelle Erholung in starkem Maße von den energieintensiven Industriebranchen getragen werde, hieß es. In den ersten neun Monaten 2010 stieg der Verbrauch an...mehr
03.11.2010 Neues Gasabkommen
Polen und Russland haben ein Gasabkommen unterzeichnet, nach dem die Gazprom ihre Gaslieferungen an Polen erhöht: In diesem Jahr von 7,5 Mrd auf 9,7 Mrd m3 und ab 2012 bis 2022 auf bis zu 11 Mrd m3 Gas im Jahr. Polen bezieht rund 40% seines Gases aus Russland. Die EU-Kommission hatte den Vertrag zuvor blockiert. Sie störte sich an der Verwaltung der Pipeline Jamal-Europa durch die EuRoPol Gas, an der Gazprom und die polnischen PGNiG je zur Hälfte beteiligt sind. Daraufhin übernahm die polnische Firma Gaz-System die Verwaltung. Nach Informationen der Gazprom haben nun auch die Niederlande und Dänemark Anträge auf die Erweiterung russischer Gaslieferungen gestellt. Quelle: TAM Newsmehr

