Finanz- und VersicherungsNews

21.12.2010 Iban und BIC sollen ab 2013 Pflicht werden

Superlange Kontonummern und Bankleitzahlen werden wohl bald für alle Bankkunden Pflicht. Die EU-Kommission will Anfang 2013 die Umstellung erzwingen. Auf Druck der Bundesregierung sieht Brüssel aber Übergangsfristen vor. Der Bankenbranche reicht das nicht. Bankkunden müssen sich ab 2013 an europaweit einheitliche Kontonummern mit 22 Stellen gewöhnen. Mit den Zahlenkolonnen werden in Deutschland die bisherige viel kürzere Kontonummer und die Bankleitzahl abgelöst. Nach dem neuen EU-Standard sollen dann die 22-stellige Kontonummer (IBAN) sowie eine neue 11- stellige Bankleitzahl (BIC) gelten - und zwar auch bei Überweisungen im eigenen Land. Derzeit sind die internationalen Standards nur bei Transfers auf ausländische Konten im Einsatz. EU-Binnenmarktkommissar Michel Barnier präsentierte...mehr


21.12.2010 Helft dem Euro!

Die Europäische Zentralbank um ihren Chef Jean-Claude Trichet verdoppelt ihr Kapital. Das ist ein dramatischer Schritt - und ein deutliches Warnsignal. Die EZB nimmt die Politik in die Pflicht. Die Europäische Zentralbank verdoppelt ihr Kapital. Das klingt nicht nur dramatisch, es ist auch dramatisch. Die Mannschaft um EZB-Präsident Jean-Claude Trichet signalisiert Politikern und Bürgern, dass sie nicht allein den Euro retten kann. Sie hat bereits Staatsanleihen von über 70 Milliarden Euro gekauft. Auch Pfandbriefe und andere Wertpapiere zweiter Wahl schlummern in erheblichem Umfang in ihren Bilanzen. Sollten diese Wertpapiere stark an Wert verlieren, dann schreibt die Notenbank Verluste. Diese Verluste versucht sie nun durch ein dickeres Kapitalpolster abzusichern. Kapitalgeber der...mehr


10.12.2010 Du wunderbarer Euro

Die Sehnsucht vieler Deutscher nach der D-Mark ist gefährlich. Stattdessen müssen sie erkennen: Nur weil es den Euro gibt, geht es Deutschland so gut. Die deutsche Politik hat in der Eurokrise bisher keine sehr konstruktive Rolle gespielt. Dies ist nicht überraschend, da die meisten Bürger den Euro nach wie vor ablehnen. Auch elf Jahre nach Errichtung der Währungsunion sehnen sie sich noch immer nach der scheinbar heilen Welt der D-Mark zurück. Dass die durchschnittliche Inflationsrate in der Phase des Euro mit 1,5 Prozent deutlich niedriger war als im Zeitalter der D-Mark (2,7 Prozent), stört dabei wenig. Ausgeblendet wird auch, dass der größte Teil der aktuellen Probleme nicht auf unzureichende Etatdisziplin in Südeuropa, sondern auf die Finanzkrise zurückzuführen ist. Bei der...mehr


10.12.2010 Kupfer, Nickel und Zinn für Anleger

Die Preise für Rohstoffe steigen - und Anbieter von Zertifikaten befeuern den Boom mit neuen Produkten. So können Anleger künftig an der Börse mit Zertifikaten handeln, die mit echten Vorräten an Industriemetallen besichert sind. Ein erster Anbieter bringt die ETC genannten Produkte in London auf den Markt, weitere sollen folgen. Frankfurt - Die britische ETF Securities will am Freitag die drei weltweit ersten physisch besicherten Zertifikate auf Industriemetalle auflegen. Diese Exchange Traded Commodities (ETCs) würden sich auf Kupfer, Nickel und Zinn beziehen und vorerst nur an der London Stock Exchange (LSE) gehandelt werden, sagte eine Sprecherin von ETF Securities am Mittwoch. Ein Listing in Deutschland sei nicht geplant. Bei den geplanten Produkten handelt es sich wie bei...mehr


02.12.2010 Locktarife mit Risiken und Nebenwirkungen

Gutverdiener können ab 2011 schneller und leichter von einer gesetzlichen in eine private Krankenkasse wechseln. So manche PKV rechnet mit einem wahren Ansturm, und aggressive Anbieter werben mit Billigtarifen. Doch nach dem Wechsel kann die Rechnung in die Höhe schnellen. Hamburg - Wer derzeit Angebote zu einer privaten Krankenversicherung im Internet studiert, kann schon ins Grübeln geraten: Offerten von weniger als 100 Euro monatlich sind kein Einzelfall, und sie versprechen Versicherungsschutz de luxe. Junge Gutverdiener könnten bei einem Wechsel von der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) in die private Krankenversicherung (PKV) monatlich bis zu 200 Euro sparen. Und ab 2011 geht's noch leichter: Die Versicherungspflichtgrenze, also das Mindesteinkommen, ab der Versicherte in die...mehr


02.12.2010 EZB erwägt weitere Anleihenkäufe

Einen Tag vor dem Treffen des EZB-Rats mehren sich Spekulationen, dass die Europäische Zentralbank ihr Anleihenkaufprogramm verstärken könne. Dies sorgt kurzfristig für Beruhigung am Markt: Die Ausfallversicherungen von Staatsanleihen für hoch verschuldete Länder wie Portugal und Spanien, deren Preise zuletzt in die Höhe geschossen waren, verbilligten sich wieder. Der EZB-Rat tagt am Donnerstag, und Experten gehen davon aus, dass sehr kontrovers über den möglichen verstärkten Ankauf von Staatsanleihen diskutiert werden dürfte. Anders als die US-Notenbank oder die Bank of England hat sich die EZB kein konkretes Limit für ihre Anleihenkäufe gesetzt, und kann deshalb jederzeit eingreifen. Noch am Dienstagabend hatte EZB-Chef Jean-Claude Trichet beteuert, das Ankaufprogramm laufe derzeit...mehr


23.11.2010 Das Schicksal des Euro

Zur Rettung von Irland gibt es keine Alternative - behaupten Politiker. Da müssen die Alarmglocken schrillen, denn wenn Politiker so etwas sagen, gibt es immer Alternativen. Doch welche sind das? Und wie teuer sind sie? Der Euro ist sicher, sagt die CDU-Kanzlerin. Die Euro-Zone droht zu zerbrechen, sagt der SPD-Chef. Die Bürger staunen ob dieser Widersprüche und fürchten um ihr Geld, ihren Wohlstand. Irland muss gerettet werden, es gibt keine Alternative, sagen (nun parteiübergreifend) Politiker in Regierungsverantwortung und solche, die früher in Verantwortung waren. Wenn Politiker davon sprechen, dass es keine Alternative gibt, schrillen die Alarmglocken. Denn natürlich gibt es immer eine Alternative. Es fragt sich nur, wie teuer sie wird. Die Alternativen: Angenommen, die...mehr


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