Finanz- und VersicherungsNews

17.11.2010 Prügel für den Retter

Schädlicher Streit statt hilfreicher Einigkeit: Klamme Euro-Länder wie Irland sollten ihre Kritik an Deutschland einstellen. Denn um den Euro zu retten, gibt es keine Alternative zu harten Sparhaushalten. Es sollte nie mehr so werden, aber jetzt kommt es doch wieder so. Als im Frühjahr eine Pleite Griechenlands drohte, und Banker wochenlang auf den Tod des Euro wetteten, gelobten Europas Politiker Veränderung. Sie wollten verhindern, dass Spekulanten weiter Steuergeld erpressen, um damit ihre Taschen zu füllen. Sie wollten die Währungsunion, die Exporte erleichtert und so viele Arbeitsplätze schafft, für die Zukunft stabilisieren. Vor allem wollten sie zusammenstehen, um Europas Probleme gemeinsam zu lösen. Und was ist mit diesen Vorsätzen? Verloren, vergessen, vorbei. Wie einst im...mehr


17.11.2010 Ölpreise sinken weiter

Die Sorge vor einer Zinserhöhung in China hat die Ölpreise auch am Mittwoch unter Druck gehalten. Ein Barrel (159 Liter) der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Lieferung im Dezember kostete im frühen Handel 82,31 Dollar. Das waren drei Cent weniger als am Vortag. Der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent ging ebenfalls um drei Cent auf 84,70 Dollar zurück. Eine straffere Geldpolitik in China zur Dämpfung des kräftigen Wirtschaftswachstums und Eindämmung möglicher Inflationsgefahren hätte aus Sicht von Händlern auch eine geringere Ölnachfrage zur Folge. Dies belaste den Markt. Darüber hinaus wurde auf den zum Euro deutlich gestiegenen Dollar als dämpfenden Faktor verwiesen. Eine festere US-Währung bremst in der Regel die Nachfrage außerhalb des Dollar-Raumes. Quelle:...mehr


11.11.2010 Die Deutschen hängen an ihren Kontonummern

Den Deutschen fällt der Abschied von ihren bisherigen Kontonummern und Bankleitzahlen schwer. Obwohl Bankkunden seit Januar 2008 auch bei Inlandsüberweisungen die international gültigen Codes IBAN und BIC verwenden können, entsprechen nur 0,8 Prozent aller in Deutschland getätigten Überweisungen dem internationalen Standard. Noch ist dies kein Problem, denn die alten Überweisungssysteme laufen parallel weiter. Im Zuge des von der EU forcierten einheitlichen Euro-Zahlungsverkehrsraums sollen IBAN und BIC aber mittelfristig verbindlich werden und die nationalen Kontonummern und Bankleitzahlen ersetzen. Ein Termin dafür könnte schon im kommenden Jahr festgelegt werden. Der Bundesverband Deutscher Banken rät den Kunden daher, sich bald an die neuen Kombinationen zu gewöhnen. Bankkunden in...mehr


11.11.2010 Der Euro bleibt angeschlagen

Am Devisenmarkt ist nach den stürmischen Bewegungen der vergangenen Tage etwas-ruhe eingekehrt: Der Euro stagnierte am Morgen knapp unter der Marke von 1,38 Dollar. Der Wechselkurs von Dollar und japanischem Yen hielt sich nazu unverändert bei 82,25 Yen je Dollar. Impulse für den Währungshandel könnte womöglich der G20-Gipfel in Seoul bringen, der am Donnerstagvormittag (eropäischer Zeit) startet. Vor Beginn des Treffens schien eine Einigung im Streit um Währungsrelationen und politische Eingriffe in die Handelsströme unwahrscheinlich. Die USA hoffen, als Ergebnis des Treffens wenigstens "unverbindliche Leitlinien" formulieren zu können. Der Dollar-Index, der den Wert der US-Währung im Vergleich zu sechs anderen internationalen Devisen misst, hatte in den vergangenen vier...mehr


22.10.2010 Anleihebesitzer sollen für Rettung zahlen

Die EU plant neue Regeln für Banken in Not. Die Kommission will die Gläubiger angeschlagener Banken in Zukunft an deren Rettung beteiligen. Aber nicht nur bei den Banken sollen die Anleger einspringen: Auch bei Staatsanleihen könnten Anleger künftig zur Kasse gebeten werden. Die EU-Kommission will die Gläubiger angeschlagener Banken in Zukunft an deren Rettung beteiligen. Entsprechende Pläne für ein neues Krisenmanagement im Finanzsektor hat Binnenmarktkommissar Michel Barnier gestern vorgestellt. Sparkassen und Versicherer reagierten mit Kritik, die Fondsbranche und die Banken nahmen die EU-Pläne gelassen auf. EU-Kommissar Barnier schlägt vor, dass Forderungen von Gläubigern künftig zwangsweise in Aktien umgewandelt werden können. Auf diese Weise erhielte das betroffene Institut...mehr


22.10.2010 Lukrativer Markt mit Eigenheiten

Energierohstoffe, Industrie- und Edelmetalle bieten interessante Renditechancen. War der Markt zuvor fast ausschließlich den Profis vorbehalten, können Kleinanleger nun schon mit wenigen Hundert Euro auf steigende Preise setzen. Anleger sollten jedoch auch die Risiken im Blick behalten. Rohstoffe sind wieder gefragt bei Investoren. Nach dem Einbruch Anfang 2009 haben die Notierungen in den vergangenen Monaten wieder deutlich angezogen. Gefragt waren vor allem Industriemetalle wie Kupfer und Zinn. Getrieben wurden die Preise vom steigenden Bedarf der großen Schwellenländer. „Die Kupfernachfrage ist nach wie vor sehr hoch, besonders aus China“, sagt Peter Königbauer, Fondsmanager bei Pioneer Investments. Gleichzeitig könne das Angebot kaum Schritt halten; bei einer stabilen Entwicklung...mehr


13.10.2010 Wenn das Klima verrückt spielt

Die Wirtschaft hängt stark vom Wetter ab, darum versuchen Unternehmen, sich gegen Stürme, Überschwemmungen und andere Risiken abzusichern - zum Beispiel mit Finanzderivaten. Die Terminbörse Chicago gilt als Marktführer im Geschäft mit Wetterderivaten. Neue Instrumente helfen Risiken zu steuern. Fachleute werden nicht müde, auf den Zusammenhang zwischen dem Wetter und der ökonomischen Gesamtleistung von Volkswirtschaften hinzuweisen. Die Experten des amerikanischen Handelsministeriums bringen die Botschaft in einer aktuellen Studie auf den Punkt: "Rund zwei Drittel der von der US-Wirtschaft erbrachten ökonomischen Leistung ist in irgendeiner Form direkt oder indirekt vom Wetter beeinflusst." Die Chicago Mercantile Exchange (CME) vertritt in einer Studie die Auffassung, dass auch...mehr