Finanz- und VersicherungsNews
10.08.2010 Die Liquidität ist die Keimzelle der nächsten großen Blase
In der Krise haben die Notenbanken die Gelddruckmaschine angeworfen und riesige Mengen an Staatsanleihen erworben. Bedenklich ist: Ein Ende des „Beinahe-Null-Zins“ ist nicht absehbar und die Gefahr real, dass dieser riesige Ozean an Liquidität zur Keimzelle der nächsten Blase wird. Noch immer tun sich zahlreiche Anleger mit der „neuen Normalität“ sehr schwer. Wer hätte nach zwei Dekaden Zinsrückgang etwa vor zwei Jahren geglaubt, dass der Kapital-marktzins weiter in Richtung Null tendieren würde. Eigentlich hatte sich die Welt wegen der gigantischen staatlichen Kapitalnachfrage auf höhere Zinsen eingestellt. Doch was geschah? Notenbanken hebelten auf Druck der Regierungen die Marktwirtschaft aus und brachten zum wiederholten Mal den Faktor Liquidität ins Spiel. Sie druckten Geld (meist...mehr
06.08.2010 Hochzinsanleihen trotz Risiken heißbegehrt
Viele Unternehmen nutzen derzeit den Renditehunger der Investoren, um neue hochverzinsliche Bonds zu begeben. Dabei spielt auch mit, dass viele Firmen sich von den Banken unabhängiger machen wollen. Konkrete Prognosen sind eigentlich nicht die Sache von Investmentbankern. Dafür sind ihnen die Märkte zu schnelllebig. In einem Punkt wagen sie sich aber dennoch vor: "In Europa werden wir in diesem Jahr voraussichtlich einen Rekord an neuen Anleihen von Unternehmen mit Ratings im Bereich Sub-Investmentgrade sehen", sagt Karl-Heinz Herweck. Er ist Investmentbanker und leitet bei der Deutschen Bank das Finanzierungs-geschäft mit den europäischen Unternehmen, denen Ratingagenturen Bonitätsnoten unterhalb des relativ sicheren Investmentgrades geben. Quelle: Handelsblatt zum Artikelmehr
06.08.2010 Die Anleger flüchten nach Japan
Japans Finanzwelt wird immer verrückter. Das Land hat Rekordschulden aufgetürmt, das Binnenwachstum ist schwach – und trotzdem sind japanische Staatsanleihen so sehr bei den Anlegern gefragt, dass der Bond mit zehn Jahren Laufzeit jetzt noch nicht einmal mehr ein Prozent Ertrag einbringt. Quelle: Handelsblatt zum Artikelmehr
28.07.2010 Gericht kippt alte Versicherungsklauseln
Das Hamburger Oberlandesgericht (OLG) erklärte am Dienstag mehrere Vertragsklauseln zur vorzeitigen Kündigung von Kapitallebens- und Rentenversicherungen für ungültig und bestätigte damit Urteile des Landgerichts Hamburg vom November 2009. Geklagt hatte die Verbraucherzentrale Hamburg gegen vier Versicherungsunternehmen. Das Urteil des OLG ist allerdings noch nicht rechtskräftig. 24 Millionen Versicherungskunden, die zwischen Herbst 2001 und 2007 eine solche Versicherung abschlossen und später kündigten, hätten mit dem Urteilsspruch Anspruch auf Nachzahlungen, erläuterten die Verbraucherschützer. Die beanstandeten Klauseln würden von fast allen Gesellschaften verwendet. Nach Kündigung leer ausgegangen Das OLG kritisierte vor allem zwei Punkte der Allgemeinen Versicherungsbedingungen...mehr
28.07.2010 „Noch viele Risiken im System“
So lange die Verschuldung in der Wirtschaft nicht sinkt, bleiben viele Unsicherheiten für die Märkte. Das meint Ian Spreadbury, der seit zehn Jahren einen milliardenschweren Fonds für hochverzinsliche Anleihen von Unternehmen bei Fidelity managt. Im Gespräch mit dem Handelsblatt erklärt er, warum er für die auch Junk-Bonds genannten Anleihen von Unternehmen mit schwächerer Bonität trotzdem noch Chancen sieht. Her Spreadbury, im zweiten Quartal sind die Kurse von hochverzinslichen Unternehmensanleihen zum ersten Mal seit Ende 2008 auf breiterer Front wieder etwas unter Druck gekommen und die Renditen gestiegen. Kippt der Markt? Nein, ganz sicher nicht. Aber das Umfeld ist schwieriger geworden, und mit Kursschwankungen müssen wir auch künftig wieder stärker rechnen. Das liegt an der...mehr
21.07.2010 Investoren geben Krisenländern reichlich Kredit
Griechenland, Spanien und Irland haben gestern mit neuen Zinspapieren gepunktet. Probleme gab es abseits der Euro-Zone, und zwar in Ungarn: der Binnenstaat konnte nicht so viele Forint-Anleihen begeben wie geplant. Versteigerungen staatlicher Zinspapiere am Geldmarkt stehen normalerweise bei Investoren nicht im Fokus. Es geht um Laufzeiten von nur drei bis 18 Monaten mit überschaubaren Risiken. In der aktuelle Krise ist das anders. Gestern sorgte für Erleichterung, dass das von Hilfskrediten abhängige Griechenland kurzfristig Geld am Markt bekam. Daneben zapfte mit Spanien ein Land den Geldmarkt an, von dem Investoren vor gut einem Monat noch Hilfsgesuche befürchtet hatten. Zudem stockte am stärker beachteten Anleihemarkt für länger laufende Zinspapiere das ebenfalls krisengeschüttelte...mehr
21.07.2010 Die Kakao-Verschwörung
In London kauft ein Hedge-Fonds angeblich sieben Prozent der Welternte an Kakao auf - und treibt so den Kurs auf Rekordhöhe. Händler und Verarbeiter bekommen es mit der Angst zu tun. Unter den Schokoladenherstellern herrscht Aufruhr. Spekulationen haben den Kakaopreis in London - einer der wichtigsten Handelsplätze in Europa - auf den höchsten Stand seit 33 Jahren getrieben. Eine Gruppe von 16 Händlern und Verarbeitern vermutet Marktmani-pulationen und reichte Beschwerde bei der Londoner Warenterminbörse Nyse Liffe ein. Der wichtigste Inhaltsstoff von Schokolade hat sich damit innerhalb eines Jahres um 50 Prozent verteuert. "Viele Hersteller sind beunruhigt", sagte ein Sprecher des deutschen Süßwarenverbandes BDSI. Der hohe Kakaopreis könnte sich mittelfristig auch auf die...mehr

