Finanz- und VersicherungsNews
15.07.2010 Staaten saugen sich mit Geld voll
Die Investoren an den Anleihemärkten werden wieder risikofreudiger, und auch die wirtschaftlich schwächeren Euro-Länder können problemlos Geld über neue Anleihen aufnehmen. Gestern zapften Portugal und Italien den Markt mit Anleihen über knapp 1,7 und 6,8 Mrd. Euro an. Das war für die Staaten zwar nicht billig, aber die Renditen, die sie zahlen müssen, liegen unter den Marktrenditen zu den Hochkrisenzeiten. Der im Mai gespannte 750 Mrd. Euro schwere Rettungsschirm der Europäischen Union (EU) und des Internationalen Währungsfonds (IWF) für kriselnde Euro-Staaten zeige Wirkung, meinen dazu die Strategen der NordLB. "Die größten Ängste sind abgeflaut", sagt auch David Schnautz, Zinsstratege bei der Commerzbank. Dennoch sei das Angebot an neuen Staatsanleihen aus den...mehr
15.07.2010 Es wird spannend – Dax holt auf
Nach sieben Tagen mit Kursgewinnen haben sich die Anleger am deutschen Aktienmarkt am Donnerstag wieder skeptischer gezeigt. Der Dax notierte am Mittag mit 0,1 Prozent bei 6213 Punkten nur leicht im Plus. Händler erklärten die Vorsicht der Investoren mit dem geringeren Wirtschaftswachstum in China und einem pessimistischerer Ausblick der US-Notenbank Fed. "Die Gefahr eines nochmaligen Abrutschens in die Rezession ist noch nicht vom Tisch", sagte ein Händler. Einem weiteren Börsianer zufolge spielten auch Gewinnmitnahmen eine Rolle, nachdem der Dax zuletzt 6,8 Prozent zugelegt hat: "Nach so einem fulminanten Aufwärtstrend muss man sich keine Sorgen machen, wenn sich der Markt jetzt ein bisschen zur Ruhe kommt." Mit Spannung wurden die Quartalszahlen der US-Großbank...mehr
08.07.2010 Der Antrieb der Herde
Nicht nur die Weltwirtschaft, auch die Anlagetheorie ist durch die Finanzkrise ins Wanken geraten. Die Portfolio-Diversifikation, zuvor Patentrezept zur Renditeoptimierung, funktionierte auf einmal nicht mehr und riss weltweit Depots in die Tiefe. Ausnahmefall oder Widerlegung der Theorie? Über diese Frage ist unter Wissenschaftlern und Vermögensverwaltern seitdem ein Richtungsstreit entbrannt. Während die einen mit Verweis auf eine Normalisierung der Lage schon zur alten Anlagestrategie zurückkehren, machen sich andere auf die Suche nach neuen Patentrezepten. Die Grundidee der Diversifikation nach Nobelpreisträger Harry Markowitz lautet: Wer sein Geld über unterschiedliche Anlageklassen mit verschiedenen Risiken streut, der sichert sich gegen Kursverluste in einzelnen Märkten ab....mehr
01.07.2010 Afrika und Lateinamerika bieten langfristige Anlagechancen
Afrika und Lateinamerika zählen den Experten von Fidelity zufolge zu den Wachstumsmärkten der Zukunft. Mit Blick auf den "Schwarzen Kontinent" sagte Fondsmanager Nick Price am Mittwoch in Frankfurt: "Die Rahmenbedingungen für Investments haben sich in den letzten Jahren verbessert. Afrika und Lateinamerika zählen den Experten von Fidelity zufolge zu den Wachstumsmärkten der Zukunft. Mit Blick auf den "Schwarzen Kontinent" sagte Fondsmanager Nick Price am Mittwoch in Frankfurt: "Die Rahmenbedingungen für Investments haben sich in den letzten Jahren verbessert. Die afrikanischen Staaten sind politisch stabiler geworden." Zudem seien die Bilanzierungsstandards der Unternehmen auf einem guten Niveau. "Mich überzeugen die jährlichen Wachstumsraten der...mehr
01.07.2010 Dax stoppt Talfahrt – Neuer Anlauf auf 6 000 Punkte
Nachdem der Dax gestern unter 6 000 Punkte gefallen ist, schließt er heute mit einem kleinen Plus. Der unerwartet geringe Geldbedarf der europäischen Banken stabilisiert zwar den Markt. Doch für eine echte Gegenbewegung fehlt dem Index die Kraft. Zu groß und zu zahlreich sind die Probleme, die noch auf den Märkten lasten. Nach den zuletzt kräftigen Kursverlusten am deutschen Aktienmarkt haben sich Anleger am Mittwoch wieder etwas aus der Deckung getraut. Der deutsche Leitindex legte zwischen-zeitlich bis auf 6 001 Punkte zu, am Schluss blieb ein Plus von 0,23 Prozent übrig oder 5 965 Punkte. Leichte Gewinne gab es auch beim TecDax, der um 0,17 Prozent auf 734 Punkte zulegte. Der MDax schloss dagegen prozentual unverändert bei 8 008 Punkten. In der Halbjahresbilanz kam der Dax damit kaum...mehr
23.06.2010 Die Krux mit dem Gefühl
Immer mehr Abgaben, immer weniger im Portemonnaie? Stimmt gar nicht! Arbeitnehmer zahlen weniger Steuern als vor zehn Jahren. Wenn die Bundesbürger über ihre Steuer- und Abgabenlast reden, jammern sie gerne. "Der Fiskus will immer mehr Geld", lautet eine weit verbreitete Klage. Mit der Realität hat dies jedoch nicht viel zu tun. Zu diesem Schluss kommt zumindest das Bundesfinanzministerium in seinem Monatsbericht für Juni, in dem eine Studie der Industrieländer-Organisation OECD ausgewertet wird. Demnach müssen fast alle Arbeitnehmer-Haushalte in Deutschland weniger Steuern und Sozialabgaben zahlen als vor zehn Jahren. Nun mögen misstrauische Menschen denken, dass zu so einer Erkenntnis nur das Finanzministerium kommen kann und bekanntlich keiner Statistik zu trauen...mehr
23.06.2010 Der Computer handelt – der Mensch schüttelt den Kopf
Es schaut gar nicht schlecht aus am Aktienmarkt: Im Juni erfreut man sich an einer kraftstrotzenden Wirtschaft. Doch weitgehend ausgeblendet wird die Frage, wer hier handelt. Es gibt gute Gründe, warum immer mehr Börsianer das Tagesgeschäft mit einigem Abstand verfolgen. Halten sie vieles, was sich dort im Moment abspielt, doch für nur noch absurd. Auch wenn es gestern nach neun Tagen im Plus wieder leicht bergab ging im Leitindex Dax, so kann doch festgehalten werden: Es schaut gar nicht schlecht aus am Aktienmarkt. Der von Staatsschulden und Rettungspaketen belastete Mai ist vergessen, im Juni erfreut man sich an einer kraftstrotzenden Wirtschaft. Doch weitgehend ausgeblendet wird die Frage, wer hier handelt. Fragt man Fondsmanager, Vermögensverwalter und Hedge–Fonds-Manager, ob sie...mehr

