GesundheitsNews

21.12.2010 Forscher drehen die innere Uhr um Stunden zurück

Pille als Zeitbremse: Wissenschaftler haben eine Substanz entdeckt, die die innere Uhr verstellt. Damit konnten die Forscher die Zeiteinteilung von Zellen um bis zu zehn Stunden zurückdrehen. Das Mittel könnte in Zukunft Jetlag-Geplagten helfen. "Die Entdeckung der Langsamkeit", Titel des Buchs des Schriftstellers Sten Nadolny, könnte in Zukunft eine ganz andere Bedeutung bekommen: US-Forscher haben eine Substanz entdeckt, die an der biologischen Uhr drehen kann - bis zu zehn Stunden soll das Stöffchen die innere Uhr zurückdrehen können, berichten Steve Kay von der University of California in San Diego und seine Kollegen im Fachjournal "PLoS Biology". Der Substanz gaben sie daraufhin den Namen Longdaysin ("long day", langer Tag). Dabei ist die Sache mit...mehr


21.12.2010 Gen macht Menschen zu Energiesparwundern

US-Forscher haben die Rolle eines Energiespar-Gens bei der Entstehung von Übergewicht geklärt: Sie konnten zeigen, dass die Erbanlage namens crtc3 den Energieumsatz in Fettzellen beeinflusst. Träger einer besonders aktiven Variante von crtc3 sind der Studie zufolge Energiesparer - sie verbrennen weniger Fett und neigen deshalb dazu, Rundungen und Fettpölsterchen zu entwickeln. Diesen Zusammenhang konnten die Forscher sowohl beim Menschen nachweisen als auch bei Mäusen dokumentieren. So entwickeln Tiere, bei denen crtc3 ausgeschaltet ist, trotz kalorienreicher Ernährung kein Übergewicht. Sollte es also gelingen, crtc3 auch beim Menschen auszuschalten oder zumindest die Aktivität zu verringern, könnte das völlig neue Behandlungsansätze gegen Übergewicht ermöglichen, schreiben die...mehr


10.12.2010 Kampf dem Karies!

Niederländischen Forschern ist ein entscheidender Etappensieg im Kampf gegen den Zahnbelag und damit gegen Karies gelungen: Sie haben die Struktur eines Schlüsselenzyms aufgeklärt, das die Plaque-Bakterien unbedingt benötigen, um sich an den Zahnschmelz zu heften. Gelänge es, die Arbeit dieses Eiweißmoleküls mit Hilfe von Hemmstoffen zu blockieren, würde sich Zahnbelag entweder gar nicht erst bilden oder er wäre zumindest sehr viel leichter loszuwerden, erläutern die Wissenschaftler um Bauke Dijkstra von der Universität Groningen. Dabei gibt es allerdings ein Problem: Das Herzstück des Proteins ist praktisch genauso aufgebaut wie das eines Verdauungsenzyms im Speichel, mit dem der Körper Stärke zersetzt. Ein Hemmstoff müsste daher so aufgebaut sein, dass er zwar das Bakterienprotein...mehr


10.12.2010 Medizinisches Multitalent

Neue Anwendungsmöglichkeit für einen prominenten Wirkstoff: Acetylsalicylsäure (ASS) verbessert die Empfindlichkeit von Tests zur Darmkrebsfrüherkennung. Das konnten Wissenschaftler vom Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg zeigen. Das Prinzip dahinter: Ein wichtiger Bestandteil der Früherkennung von Darmkrebs ist die Untersuchung auf verborgenes Blut im Stuhl. Ärzte hatten bislang Bedenken, dass ASS die Testergebnisse verfälschen könnte, denn der Wirkstoff kann leichte Darmblutungen verursachen. Genau dieser Effekt könnte allerdings von Vorteil bei der Früherkennung sein: ASS erhöht offenbar die Blutungsneigung von Darmkrebsvorstufen und damit die Chancen, diese zu entdecken. Den Forschern zufolge erfassten die Tests bei ASS-Konsumenten vorhandene Krebsvorstufen fast doppelt so...mehr


02.12.2010 Mit trojanischen Pferden gegen Tumoren

Wie ein trojanisches Pferd schleusen speziell präparierte Eiweiße radioaktives Material in Krebszellen und zerstören sie so von innen: Bonner Wissenschaftler haben diese noch relativ neue Behandlungsmethode gegen Krebs jetzt noch erfolgreicher gemacht. Eine neue Methode der Krebsbekämpfung ist augenscheinlich erfolgreicher als gedacht: Einer aktuellen Studie zufolge lassen sich mit radioaktiven „trojanischen Pferden“ auch rasch wachsende Tumore zerstören. Eine entsprechende Untersuchung wollen Bonner Mediziner in Kürze im European Journal of Nuclear Medicine and Molecular Imaging vorstellen. Die Peptidrezeptor-Radionuklid-Therapie (PRRT) wird gegen sogenannte neuroendokrine Tumoren angewendet – eine Krebsart, die vor allem im Magen-Darm-Trakt und in der Bauchspeicheldrüse auftritt....mehr


02.12.2010 Man ist, was Mama isst

Was Frauen in der Schwangerschaft riechen und schmecken, beeinflusst offenbar die Gehirnentwicklung des ungeborenen Kindes. Das legen die Ergebnisse einer Studie mit Mäusen nahe, die ein internationales Forscherteam durchgeführt hat. Darin bevorzugte der Nachwuchs klar die Nahrung, die das Muttertier während der Trächtigkeit und der Zeit, in der es die Kleinen säugte, zu sich genommen hat - ein Phänomen, das auch bei Kindern auftritt. Offenbar handelt es sich dabei jedoch nicht, wie bislang angenommen, um einen reinen Gewöhnungseffekt, konnten die Wissenschaftler zeigen: Zumindest bei den jungen Mäusen lösen die Aromen im Fruchtwasser und später in der Milch die Bildung vergrößerter Nervenfasern im Riechkolben aus, einer Hirnregion, die für die Verarbeitung von Geruchssignalen zuständig...mehr


23.11.2010 Schwieriges Ziel: Dem Krebs den Saft abdrehen

Hirntumoren bilden ihre eigenen Blutgefäße, um sich mit Nährstoffen aus dem umliegenden Gewebe zu versorgen: In zwei voneinander unabhängigen Studien konnten US-amerikanische und italienische Forscher Blutgefäße nachweisen, die direkt aus dem Krebsgewebe selbst entstanden sind. Den Forschern zufolge ist diese Fähigkeit der Grund für das Versagen bestimmter Medikamente, die Tumoren von ihrer Blutversorgung abschneiden sollen: Die speziellen Krebsblutgefäße sind resistent gegen die Wirkstoffe. Dieses Wissen könnte nun zu neuen Therapieansätzen führen, um den Krebs doch noch auszuhungern, berichten die Forscher um Viviane Tabar vom Memorial Sloan-Kettering Cancer Center in New York und Lucia Ricci-Vitiani vom Istituto Superiore di Sanità in Rom. Die Bildung von Blutgefäßen, die sogenannte...mehr


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