GesundheitsNews

23.09.2010 Europäische Arznei­mittel­über­wachung neu geregelt

Strengere Regeln bei der Arzneimittelüberwachung sowie eine zentrale Datenerfassung sollen den Patientenschutz in der Europäischen Union erhöhen. Die aktualisierte Fassung eines EU-Gesetzes zur Pharmakovigilanz verpflichtet die Pharmaunternehmen, künftig alle Meldungen zu unerwünschten Arzneimittelwirkungen, die nach der Zulassung ihrer Produkte auftreten, direkt an die EU-weite Datenbank Eudravigilance bei der Europäischen Arzneimittelagentur in London zu senden. Die Datenbank soll mit den nationalen Arzneimittelüberwachungssystemen verbunden werden. Damit ist der erste Teil des sogenannten EU-Pharmapakets, das für mehr Sicherheit und Transparenz im Umgang mit Arzneimitteln sorgen soll, unter Dach und Fach. Die Neuregelungen treten Mitte 2012 in Kraft und erfordern eine entsprechende...mehr


13.09.2010 Patienteninformationsfilme zur Medizintechnik veröffentlicht

Der Bundesverband Medizintechnologie (BVMed) hat eine DVD mit 18 Patienteninformations- filmen veröffentlicht. Die Themen reichen von Diabetes über Herz- und Gefäßerkrankungen bis hin zu Adipositas und chronischen Wunden. „Die Filme informieren Patienten und Anwender über neue Verfahren der Medizintechnologie“, heißt es dazu vom Verband. Neben ärztlichen Experten kämen dabei auch Patienten zu Wort, die mit dem jeweiligen Verfahren behandelt wurden. Interessierte können die DVD kostenfrei beim BVMed bestellen. Quelle: Deutsches Ärzteblatt zum Artikelmehr


13.09.2010 Gemeinsam billige Sache machen

Die gesetzlichen Krankenkassen sollen direkt mit den Pharma-Herstellern um die Rabatte feilschen. Doch auch die Privatanbieter könnten von den Rabatten profitieren. Die privaten Krankenversicherer wollen sich an den Verhandlungskosten beteiligen, wenn sie in den Genuss von Pharma-Rabatten kommen. "Die PKV steht bereit, sich mit allen Rechten und Pflichten zu beteiligen", sagte PKV-Verbandsdirektor Volker Leienbach. Dabei sei eine Ab- stimmung mit dem Spitzenverband der Gesetzlichen Kassen über eine faire finanzielle Lastenverteilung bei der Nutzenbewertung innovativer Arzneimittel möglich. Trotz anfänglicher rechtlicher Bedenken erwägt die schwarz-gelbe Koalition, auch die Privat- kassen von den Rabatten profitieren zu lassen, die die gesetzlichen Krankenkassen in Zukunft...mehr


01.09.2010 Gesetz zur Organspende in Deutschland wird neu diskutiert

Die Nierenspende des Vorsitzenden der SPD-Fraktion, Frank-Walter Steinmeier, hat die Diskus- sion um Organspenden in Deutschland wieder aufleben lassen. Hierzulande herrscht ein ekla- tanter Mangel an Spenderorganen. Die Regierungskoalition will diese Situation verbessern. Ein Spenderausweis könnte in den Führerschein integriert werden. Man sollte sich zumindest einmal im Leben mit der Organspende auseinandersetzen, meint Jens Spahn, der gesundheitspolitische Sprecher der Unionsfraktion. Eine günstige Gelegenheit dazu sei der Erwerb des Führerscheins. “Wir können zudem wie an anderen Ländern einen Organspendeausweis in den Führerschein selbst integrieren, den trägt fast jeder Deutsche immer bei sich.” In Deutschland gilt aktuell die “erweiterte Zustimmungslösung”. Organe dürfen nur dann...mehr


01.09.2010 Ärzte sehen Versorgungsqualität in Deutschland gefährdet

Ärzte sehen die Leistungsfähigkeit des deutschen Gesundheitssystems zunehmend gefährdet. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage im Auftrag des Bundesverbandes Medizin- technologie. Demnach befürchten 78 Prozent der befragten Ärzte, dass das sich die Versorgungsqualität in Deutschland in den nächsten vier Jahren verschlechtert. Mit 86 Prozent sind dabei nordrhein-westfälische Mediziner am pessimistischsten. Bereits die aktuelle Versorgungssituation weist nach Meinung der Befragten deutliche Lücken auf: Nur 70 Prozent geben an, ihren Patienten immer die benötigten medizinischen Therapien anbieten zu können. Bei den Ärzten aus Baden-Württemberg sind es sogar nur 60 Prozent, während in Schleswig-Holstein und Hamburg noch 87 Prozent der Mediziner ihren Patienten die notwendigen...mehr


25.08.2010 Rösler plant neue Hygieneregelungen für Krankenhäuser

Nach dem Tod von drei Säuglingen an der Uniklinik Mainz will Bundes­gesundheits­minister Philipp Rösler (FDP) mit den Bundesländern über neue Regelungen zur Hygiene in deutschen Krankenhäusern beraten. Das Ministerium wolle bei der nächsten Gesundheits­ministerkonferenz „gemeinsam mit den Länderministerien zusätzliche Regelungen für eine bessere Hygiene erörtern“, teilte ein Ministeriumssprecher heute in Berlin mit. Für die Krankenhaushygiene sind die Länder zuständig. Die Vorfälle in Mainz würden „sehr ernst genommen“, erklärte der Sprecher weiter. Der Minister sei „tief betroffen“, dass ausgerechnet Präparate, die eigentlich Menschen helfen sollten, „wahrscheinlich zu den tragischen Fällen geführt haben.“ Auch der der Vizepräsident der Bundesärztekammer, Frank Ulrich Montgomery,...mehr


25.08.2010 Pakistan: Unter Flutopfern breiten sich Krankheiten aus

sDurch das verunreinigte Wasser nach der Überschwemmungskatastrophe in Pakistan kommt es zu immer mehr Erkrankungen. Der Arzt Mahmood Jan, der in einer mobilen Klinik im Nordwesten Pakistans Flutopfer betreut, berichtet von vielen Krankheiten, die seiner Ansicht nach unter den zahllosen Flutopfern, die in Notunterkünften leben, epidemisch geworden sind. Dazu zählt er Durchfallerkrankungen, Hautkrankheiten und Augeninfektionen. Weil sie durch direkten Kontakt übertragen werden, könnten sie sich in den kommenden Wochen unter den beengten Bedingungen und der mangelnden Hygiene in den Zeltdörfern schnell ausbreiten, warnt der Arzt. Die genaue Zahl der Obdachlosen kennt niemand. Hunderttausende hausen in den 106.000 ausgeteilten Zelten. Bis zu 8.000 Menschen können nach Angaben von...mehr