GesundheitsNews
01.07.2010 Hospize: Große Unterschiede zwischen Stadt und Land
Deutliche regionale Unterschiede bei der Versorgung sterbenskranker Menschen in Deutschland zeigt eine Studie des Deutschen Hospiz- und Palliativverbandes und der Universität Augsburg. Unterschiedliche Verhältnisse gebe es insbesondere zwischen Stadt und Land, heißt es in der am Dienstag in Berlin veröffentlichten Untersuchung. Die Wahrscheinlichkeit, zu Hause zu sterben, sei auf dem Land geringer als in einer Stadt. Die Studie verweist in diesem Zusammenhang zugleich darauf, dass das Vorhandensein von stationären Hospiz- und Palliativeinrichtungen zu mehr Einweisungen in stationäre Einrichtungen führt. Die Vorsitzende des Palliativverbands, Birgit Weihrauch, forderte deshalb einen Ausbau der ambulanten Hospizarbeit. „Die Mehrzahl der Menschen möchte zu Hause sterben, wir haben aber die...mehr
01.07.2010 Neue Studie: Kopfpauschale senkt die Kosten
Sie ist nach wie vor umstritten. Vor allem die CSU läuft Sturm gegen die Gesundheits-prämie, die deutsche Bevölkerung lehnt sie mehrheitlich ab. Doch nun hat das Institut der deutschen Wirtschaft in Köln (IW) eine Studie veröffentlicht, in der die Kopfpauschale positiv bewertet wird. IW-Direktor Michael Hüther stellte die Studie am gestrigen Montag in Berlin vor. Man habe die Daten des Statistischen Bundesamtes als Basis für die entsprechenden Berechnungen genommen. Entstanden ist ein Mikrosimulationsmodell. In diesem Modell wird ein vollständiger Systemwechsel in der gesetzlichen Krankenversicherung vollzogen. Simuliert wird die Einführung einer Gesundheitsprämie. Der bisherige Arbeitgeberanteil des Krankenkassenbeitrages wird an die Arbeitnehmer ausgezahlt. Jedes Mitglied in der...mehr
23.06.2010 Europarats-Ausschuss will Regeln für Gewissensgründe bei Ärzten
Ein Ausschuss der Parlamentarischen Versammlung des Europarates will Regeln für Ärzte festschreiben, die eine Behandlung aus Gewissensgründen verweigern. Es müsse ein Gleichgewicht zwischen dem persönlichen Recht auf Gewissensentscheidungen und dem Recht der Patienten auf die gesetzlich zulässige Versorgung in angemessener Frist geben, heißt es in dem am Montagabend in Straßburg veröffentlichten Entschließungsentwurf. Vor allem bei Schwangerschaftsabbruch und Sterbehilfe kommt es immer wieder zu Streit zwischen Ärzten und Patienten. In dem Entwurf des Appells an die 47 Europarats-Mitgliedstaaten heißt es, die Mediziner sollten verpflichtet werden, unter Umständen ihre Gewissensgründe zurückzustellen. Die Gewissensprobleme müssten zurückstehen, wenn Gesundheit oder Leben des...mehr
23.06.2010 Bundestag beschließt Teile des Sparpaketes
Am vergangenen Freitag hat der Bundestag einen Gesetzentwurf beschlossen, der die Rabatte für die patentgeschützten Medikamente neu regelt. Das ist der erste Teil einer ganzen Reihe von Sparmaßnahmen, die dem befürchteten Defizit bei den gesetzlichen Krankenkassen entgegenwirken sollen. Die Medikamente, die unter den Patentschutz fallen, sind schon immer besonders teuer gewesen. Deshalb gab es auch schon länger einen Rabatt der Hersteller, den sie den gesetzlichen Krankenversicherern gewähren müssen. Diese Abschläge werden nun von sechs auf 16 Prozent gesteigert, wobei diese Maßnahme nicht für alle Zeiten gelten soll. Die Erhöhung der Rabatte soll vom 1. August diesen Jahres bis zum 31. Dezember 2013 Bestand haben. Die Pharmaindustrie wird sozusagen “ausgetrickst”. Damit die Hersteller...mehr
17.06.2010 Nein zur Ampelkennzeichnung: Markenverband lobt EU-Parlament
Für den Markenverband in Berlin ist es ein wichtiges Signal zur Stärkung des mündigen Verbrauchers: Das Europäische Parlament hat heute gegen eine Ampelkennzeichnung bei Lebensmitteln entschieden. In der ersten Lesung der neuen EU-Lebensmittelinformationsverordnung votierten die Parlamentarier damit gegen eine wertende Kennzeichnung von Lebensmitteln mit den drei Signalfarben rot, gelb und grün. "Diese Weichenstellung rückt endlich praktikable Informationswege wieder ins Zentrum der Debatte", erklärt Christian Köhler, Hauptgeschäftsführer des Markenverbands. Unternehmen bieten seiner Einschätzung zufolge etwa mittels des GDA-Nährwertkompass bereits heute eine klare Orientierung. Nach Meinung des Markenverbandes seien verpflichtende Kennzeichnungen stets an...mehr
17.06.2010 Apotheken starten bundesweite Nachwuchs-Offensive
Die Apotheken in Deutschland starten Mitte Juni eine bundesweite Nachwuchs-Offensive. Die Kampagne wendet sich an Schüler im Alter von 15 bis 19 Jahren. Ziel ist, zusätzliche Fachkräfte zu finden. „Grund für die vielfältigen Maßnahmen, die nun beginnen und mindestens bis Ende 2011 ausgerichtet sind, ist die aktuelle und zukünftige Personalsituation“, sagte Friedemann Schmidt, Vizepräsident der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA). Der Bedarf an gut ausgebildeten Pharmazeuten steige rasant. Grund hierfür sei die komplexe Versorgung mit Arzneimitteln und der immer breitere Einsatz von Apothekern im Gesundheitswesen. Bestandteil der Offensive ist eine Internet-Plattform, auf der die Nutzer Informationen zum Studium, zum Berufsbild und zu den Berufschancen finden. zum...mehr
10.06.2010 Offenbar massiver Betrug an Berliner DRK-Kliniken
Mehrere Kliniken des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) in Berlin sind am Mittwoch wegen des Verdachts des „banden- und gewerbsmäßigen ärztlichen Abrechnungsbetrugs“ in Millionenhöhe und der Körperverletzung durchsucht wurden. Die beiden Geschäftsführer der DRK-Gesellschaft sowie der Chefarzt der Radiologie des Klinikums Mitte wurden verhaftet, wie ein Polizeisprecher mitteilte. „Wir gehen davon aus, dass wir die Spitze eines Eisbergs vor uns haben”, sagte Oberstaatsanwalt Frank Thiel vor Journalisten. Nach einer anonymer Anzeige nahm die Polizei im vergangenen Jahr die Ermittlungen auf. Laut Thiel liegen bislang Beweise für 128 Betrugsfälle und mehr als 50 Körperverletzungen vor. Gegen 24 Personen, die meisten von ihnen Mediziner, wird ermittelt. Der geschätzte Schaden belaufe sich bislang...mehr

