BUND mahnt
Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) forderte Bundesumweltminister Röttgen auf, in Cancun gemeinsam mit der EU für die Fortführung des Kyoto-Protokolls zu kämpfen.
Der Stillstand bei den internationalen Verhandlungen zum Klimaschutz lasse sich nur überwinden, wenn auch die Europäische Gemeinschaft weit höhere Ziele zusage als bisher. Andere Staaten oder Staatengruppen würden so unter Zugzwang gesetzt.
Der Umweltverband kritisierte zudem die ebenfalls in Cancun anwesenden Vertreter von Siemens, Volkswagen und von Emissionshandelsunternehmen, weil diese vorrangig auf freiwillige Klimaschutzmaßnahmen bzw. auf nachsorgende Technologien wie die CO2-Abscheidung in Kohlekraftwerken setzten.
Ein globales Rahmenabkommen zur Senkung der Treibhausgase wie das Kyoto-Protokoll verknüpft mit strengen nationalen Vorgaben zur CO2-Minderung sei der bessere Weg, so der BUND. Auch aus wirtschaftlicher Sicht spreche alles für verstärkte Klimaschutzanstrengungen zuerst in den Industriestaaten.
Anstatt CO2-Zertifikate im Ausland zu kaufen, könnten mit diesem Geld umfangreiche heimische Investitionen in Erneuerbare und in Energieeffizienz finanziert werden.
Quelle: TAM News

