Afrika und Lateinamerika bieten langfristige Anlagechancen
Afrika und Lateinamerika zählen den Experten von Fidelity zufolge zu den Wachstumsmärkten der Zukunft. Mit Blick auf den "Schwarzen Kontinent" sagte Fondsmanager Nick Price am Mittwoch in Frankfurt: "Die Rahmenbedingungen für Investments haben sich in den letzten Jahren verbessert.
Afrika und Lateinamerika zählen den Experten von Fidelity zufolge zu den Wachstumsmärkten der Zukunft. Mit Blick auf den "Schwarzen Kontinent" sagte Fondsmanager Nick Price am Mittwoch in Frankfurt: "Die Rahmenbedingungen für Investments haben sich in den letzten Jahren verbessert. Die afrikanischen Staaten sind politisch stabiler geworden." Zudem seien die Bilanzierungsstandards der Unternehmen auf einem guten Niveau. "Mich überzeugen die jährlichen Wachstumsraten der Wirtschaft, die zwei- bis dreimal höher sind als in Europa", fuhr der Experte fort. Es wachse auf dem Kontinent eine konsumfreudige Mittelschicht mit großer Kaufkraft heran.
Zudem ließen die Einnahmen aus dem Geschäft mit den umfangreichen Rohstoffvorkommen nicht nur kurzfristig die Staatseinnahmen steigen, sondern böten auch langfristiges Potenzial. Mit den Gewinnen könnte laut Price eine nachhaltige Entwicklung angestoßen werden: durch Investitionen in Bildung, Forschung und Entwicklung sowie Infrastruktur und durch den Aufbau neuer Industriezweige.
In Lateinamerika wiederum führten wachsende Löhne und sinkende Arbeitslosigkeit zu erhöhter Konsumbereitschaft, ergänzte Fideltiy-Fondsmanager Angel Ortiz. In Kombination mit fallenden Zinsen habe das zur Folge, dass die Bereitschaft für eine Kreditaufnahme sowohl bei Privat- als auch Geschäftskunden steige. Zudem seien die Bankensysteme in der Region sehr stabil. Hier sehe er erhebliches Wachstumspotenzial, da eine Weiterentwicklung des Finanzsektors zu erwarten sei. Konsumwerte wiederum würden vor allem von einer jungen Bevölkerungsstruktur und einer wachsenden Mittelklasse profitieren.
Auch die großen Rohstoffvorkommen seien ein entscheidender Wachstumstreiber für die Region, sagte der Fondsmanager. Lateinamerika weise bei der Rohstoffgewinnung und-verarbeitung in vielen Fällen die niedrigsten Kosten auf. Chile und Peru würden mit einem Anteil von 44 Prozent an der weltweiten Kupferproduktion am Wachstum in anderen Teilen der Welt teilhaben.

