Altersvorsorge: Frauen holen auf
Mehr und mehr Frauen befassen sich mit dem Thema Altersvorsorge und übernehmen selbst die Verantwortung für ihre Absicherung. Mit den gängigen Beratungen zu Finanzanlagen oder Altersvorsorgeprodukten sind sie allerdings nicht zufrieden.
Das geht aus der Studie „Frauen und ihre Altersvorsorge“ hervor, die das Deutsche Institut für Altersvorsorge (DIA) heute in Berlin vorgelegt hat. Grundlage der Auswertung war neben Veröffentlichungen zum Thema eine Online-Befragung von Frauen über 18 Jahren.
Danach sagen 80 Prozent der Frauen, dass sie selbst Verantwortung für ihre Alterssicherung übernehmen: Fast zwei Drittel zahlen Beiträge in die gesetzliche Rentenversicherung ein, mehr als die Hälfte spart privat für das Alter, und mehr als ein Viertel sorgt im Rahmen einer betrieblichen Altersvorsorge vor.
Dass die Altersabsicherung der Frauen immer noch schlechter ist als die der Männer, hängt vor allem damit zusammen, dass Frauen weniger verdienen und geringere Aufstiegschancen in besser bezahlte Positionen haben. Doch die ökonomischen Unterschiede verringern sich allmählich.
Von den Frauen zwischen 18 und 59 Jahren gaben in der Befragung zwischen 70 und 80 Prozent an, berufstätig zu sein. Die Auszeiten, die sich Frauen für die Kindererziehung nehmen, sind kontinuierlich gesunken. Die immer bessere Ausbildung sowie die Teilnahme der jüngeren Frauen am Arbeitsleben werde zusammen mit der demografisch bedingten Verknappung von Arbeitskräften zu seinem signifikant höheren Einkommen führen, meint das DIA.
Entsprechend würden sich die bisherigen Unterschiede zwischen Männern und Frauen bei der Bezugshöhe der gesetzlichen Renten auch verringern. Das zeigten auch die Einkünfte von Rentnerinnen aus Ostdeutschland: Sie haben öfter als westdeutsche Frauen Vollzeit gearbeitet, weshalb die Einkommenslücke zwischen den Geschlechtern in Bezug auf die Rente nur 16 Prozent beträgt. Im Westen liegt sie bei 35 Prozent.
Das DIA wird getragen von der Deutschen Bank AG, der Deutschen Bank Bauspar AG, der DWS Investment GmbH und der Deutscher Herold AG. © Rie/aerzteblatt.de
Quelle: Deutsches Ärzteblatt

