Anleihebesitzer sollen für Rettung zahlen
Die EU plant neue Regeln für Banken in Not. Die Kommission will die Gläubiger angeschlagener Banken in Zukunft an deren Rettung beteiligen. Aber nicht nur bei den Banken sollen die Anleger einspringen: Auch bei Staatsanleihen könnten Anleger künftig zur Kasse gebeten werden.
Die EU-Kommission will die Gläubiger angeschlagener Banken in Zukunft an deren Rettung beteiligen. Entsprechende Pläne für ein neues Krisenmanagement im Finanzsektor hat Binnenmarktkommissar Michel Barnier gestern vorgestellt. Sparkassen und Versicherer reagierten mit Kritik, die Fondsbranche und die Banken nahmen die EU-Pläne gelassen auf.
EU-Kommissar Barnier schlägt vor, dass Forderungen von Gläubigern künftig zwangsweise in Aktien umgewandelt werden können. Auf diese Weise erhielte das betroffene Institut frisches Kapital, bevor die öffentliche Hand Hilfen aus Steuergeldern locker machen muss.
Im Notfall sollen Banken so künftig ohne Milliardenbelastung der Bürger abgewickelt werden. "Keine Bank sollte für eine Insolvenz zu groß oder zu stark verflochten sein", sagte Kommissar Barnier.
Quelle: Handelsblatt

