Der Euro bleibt angeschlagen
Am Devisenmarkt ist nach den stürmischen Bewegungen der vergangenen Tage etwas-ruhe eingekehrt: Der Euro stagnierte am Morgen knapp unter der Marke von 1,38 Dollar. Der Wechselkurs von Dollar und japanischem Yen hielt sich nazu unverändert bei 82,25 Yen je Dollar.
Impulse für den Währungshandel könnte womöglich der G20-Gipfel in Seoul bringen, der am Donnerstagvormittag (eropäischer Zeit) startet. Vor Beginn des Treffens schien eine Einigung im Streit um Währungsrelationen und politische Eingriffe in die Handelsströme unwahrscheinlich. Die USA hoffen, als Ergebnis des Treffens wenigstens "unverbindliche Leitlinien" formulieren zu können.
Der Dollar-Index, der den Wert der US-Währung im Vergleich zu sechs anderen internationalen Devisen misst, hatte in den vergangenen vier Tagen um mehr als drei Prozent zugelegt. Die Verluste, die der Dollar nach der Entscheidung der US-Notenbank für weitere Anleihekäufe erlitten hatte, sind damit wieder wettgemacht.
Dagegen war der Euro in der Spitze auf 1,3670 Dollar gefallen. Die Gemeinschaftswährung leidet zurzeit um die neuen Wirren um Portugal und Irland. Die Südeuropäer mussten am Mittwoch bei einer Auktion neuer Staatsanleihen so hohe Zinsen zahlen wie nie zuvor.
Noch skeptischer sehen die Märkte zurzeit Irland. Das Land kämpft darum zu zeigen, dass es keine Notfallhilfe nach grieschischem Vorbild braucht. Doch das Vertrauen der Märkte ist gering. Das gestand am Mittwoch auch der irische Zentralbankchef ein, der sagte, dass das riesige Rekapitalisierungsprogramm für die irischen Banken kein Umdenken der Anleger gebracht habe.
Quelle: Handelsblatt

