11.11.2010

Die Deutschen hängen an ihren Kontonummern

Den Deutschen fällt der Abschied von ihren bisherigen Kontonummern und Bankleitzahlen schwer. Obwohl Bankkunden seit Januar 2008 auch bei Inlandsüberweisungen die international gültigen Codes IBAN und BIC verwenden können, entsprechen nur 0,8 Prozent aller in Deutschland getätigten Überweisungen dem internationalen Standard.

Noch ist dies kein Problem, denn die alten Überweisungssysteme laufen parallel weiter. Im Zuge des von der EU forcierten einheitlichen Euro-Zahlungsverkehrsraums sollen IBAN und BIC aber mittelfristig verbindlich werden und die nationalen Kontonummern und Bankleitzahlen ersetzen. Ein Termin dafür könnte schon im kommenden Jahr festgelegt werden. Der Bundesverband Deutscher Banken rät den Kunden daher, sich bald an die neuen Kombinationen zu gewöhnen.

Bankkunden in anderen Ländern haben sich bereits viel stärker umgestellt: In Luxemburg werden bereits 89 Prozent aller Überweisungen mit IBAN und BIC abgewickelt, geht aus Daten der Europäischen Zentralbank hervor, die der Bankenverband zusammengetragen hat. In Zypern sind es 59 und in Belgien 23 Prozent. Im europäischen Durchschnitt nutzten im ersten Halbjahr rund neun Prozent aller Bankkunden den europaweit gültigen Standard.

Quelle: Handelsblatt

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