Weiterer prominenter Anlegerschützer unter Verdacht
Größter deutscher Aktienbetrug weitet sich aus: Zwei Beschuldigte könnten allein im Fall Wirecard Millionen Euro kassiert haben.
Beim bisher größten Schlag gegen Aktienmanipulation rückt ein weiterer prominenter Anlegerschützer ins Visier der Justiz. Nach Informationen der Süddeutschen Zeitung steht auch Christoph Oefele unter Verdacht, bei verbotenem Insiderhandel mitgemacht haben.
Oefele tritt für die Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger (SdK) auf Hauptversammlungen auf. Die Staatsanwaltschaft München geht davon aus, dass Oefele wie der bereits zurückgetretene SdK-Vize Markus Straub wegen Insiderwissens auf fallende Kurse der Firma Wirecard setzte. Straub sitzt wie zwei weitere Beschuldigte in Untersuchungshaft. Oefele ist seit längerem aktiv bei der zweitgrößten deutschen Anlegerschutz-Organisation, die sich eigentlich den Interessen privater Aktionäre verschrieben hat.
Der 42-jährige Oefele, der sich auf Anfrage nicht äußern wollte, ist Geschäftsführer einer Firma für Wirtschaftsanalysen, Aufsichtsrat beim TSV 1860 München - und ausgerechnet Sachverständiger für geschädigte Anleger.
Quelle: Süddeutsche

