Krankenkassen fordert Verbot von Süßigkeiten-Werbung im Kinder-TV
Die KKH-Allianz fordert ein TV-Werbeverbot für Süßigkeiten im Kinderprogramm. Grund sei die rapide steigende Zahl von Patienten mit Diabetes Mellitus, so die Krankenkasse.
Laut KKH-Allianz sind derzeit rund sechs Millionen Menschen in Deutschland von der Krankheit betroffen, bis 2025 soll die Zahl um über 50 Prozent steigen.
„Im gesamten Jahr 2008 haben wir im ambulanten und stationären Bereich rund 219.000 Menschen mit dieser Krankheit behandelt, 2009 waren es bereits rund 246.300 Menschen – eine deutliche Steigerung“, erklärte Christian Klameth, Leiter des KKH-Allianz Servicezentrums in Hameln.
Einer von der Felix Burda Stiftung veröffentlichten Studie zufolge könnten rund 90 Prozent der Diabetesfälle durch einfache Maßnahmen wie gesunde Ernährung und ausreichend Bewegung vermieden werden. Um Kinder zu schützen, fordert die KKH-Allianz deshalb ein TV-Werbeverbot für Süßigkeiten im Kinderprogramm.
„Internationale Studien belegen schon seit Jahren den Zusammenhang zwischen dem Konsum von Süßwaren sowie Lebensmitteln und Werbespots“, so Klameth. Wenn Appelle an die freiwillige Selbstkontrolle der Wirtschaft nichts brächten, müsse die Politik handeln.
In Norwegen, Schweden und einigen skandinavischen Ländern seien Süßigkeitenspots im Kinderprogramm längst verboten. „Auch Deutschland sollte dies umgehend ändern und handeln“, forderte Klameth.
Quelle: Deutsches Ärzteblatt

