01.07.2010

Neue Studie: Kopfpauschale senkt die Kosten

Sie ist nach wie vor umstritten. Vor allem die CSU läuft Sturm gegen die Gesundheits-prämie, die deutsche Bevölkerung lehnt sie mehrheitlich ab. Doch nun hat das Institut der deutschen Wirtschaft in Köln (IW) eine Studie veröffentlicht, in der die Kopfpauschale positiv bewertet wird.

IW-Direktor Michael Hüther stellte die Studie am gestrigen Montag in Berlin vor. Man habe die Daten des Statistischen Bundesamtes als Basis für die entsprechenden Berechnungen genommen. Entstanden ist ein Mikrosimulationsmodell. In diesem Modell wird ein vollständiger Systemwechsel in der gesetzlichen Krankenversicherung vollzogen. Simuliert wird die Einführung einer Gesundheitsprämie. Der bisherige Arbeitgeberanteil des Krankenkassenbeitrages wird an die Arbeitnehmer ausgezahlt. Jedes Mitglied in der gesetzlichen Krankenversicherung, das älter als 20 Jahre ist, müsste in einem solchen System eine Gesundheitsprämie in Höhe von 250 Euro zahlen. Die Prämie würde zu Transparenz und einer Nachfrage führen, die Kosten stärker berücksichtigt. Der Bund könnte eine Entlastung von 4,5 Milliarden Euro jährlich verzeichnen. “Das würde die Ausgaben für Kassenleistungen des vergangenen Jahres decken, ” sagt Michael Hüther.

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